Wenn der Körper aus dem Lot gerät
Schultern unterschiedlich hoch, das Becken scheinbar schief oder das Gewicht ungleich auf beide Beine verteilt – solche Veränderungen kann man häufig schon sehen oder bei der körperlichen Untersuchung feststellen. Mit einer standardisierten Körpervermessung lassen sich einige dieser Beobachtungen zusätzlich sichtbar und messbar machen.
Dabei stehst du auf einer Messplattform mit zwei getrennten Waagen. So lässt sich zunächst feststellen, wie sich dein Körpergewicht auf das rechte und linke Bein verteilt. Bereits hier können deutliche Unterschiede auffallen.
Zusätzlich ermöglichen die vertikalen Messlinien eine Beurteilung des Körpers im Verhältnis zum Lot. Betrachtet werden dabei unter anderem:
Schulterhöhe und Schulterstand
Beckenstand
seitliche Abweichungen der Körperachse
Gewichtsverteilung rechts und links
Haltung des Oberkörpers
mögliche Ausweich- und Kompensationshaltunge
Unser Körper gleicht erstaunlich viel aus. Eine Veränderung an einer Stelle kann deshalb an einer ganz anderen Stelle kompensiert werden. Ein Beckenschiefstand muss beispielsweise nicht automatisch bedeuten, dass die Ursache auch im Becken liegt.
Die Vermessung ersetzt deshalb weder die körperliche Untersuchung noch eine medizinische Diagnostik. Sie ist vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, Haltung und Belastungsverteilung objektiver zu beurteilen und die Ergebnisse der Untersuchung zu ergänzen.
Besonders interessant ist die Messung auch im Verlauf: Nach einer Behandlung kann erneut überprüft werden, ob und wie sich Gewichtsverteilung und Körperhaltung verändert haben.
So wird aus dem bloßen Eindruck „Das sieht jetzt gerader aus“ ein Ergebnis, das sich zumindest teilweise auch messen und vergleichen lässt.
Die Körpervermessung ist bei Bedarf als zusätzliche Untersuchung möglich. Sie kann insbesondere die chiropraktische und osteopathische Untersuchung sinnvoll ergänzen.
Kosten der erweiterten Körpervermessung: 20 €