Die Neuraltherapie ist ein Injektionsverfahren, das seit vielen Jahrzehnten zur Behandlung von Schmerzen und funktionellen Beschwerden eingesetzt wird.
Mit gezielten Injektionen von Lokalanästhetika wie Procain oder Lidocain können bestimmte Reiz- und Regulationsprozesse im Körper beeinflusst werden. Ziel ist es, chronische Belastungsmuster zu unterbrechen, Schmerzen zu reduzieren und die körpereigene Regulation zu unterstützen.
Entwickelt wurde die Methode von den Ärzten Ferdinand und Walter Huneke. Ihre Beobachtungen führten zur Entstehung eines Therapieverfahrens, das heute sowohl in medizinischen Praxen als auch in vielen schmerztherapeutischen Anwendungen eingesetzt wird.
Der Körper ist über Nerven, Gewebe und das vegetative Nervensystem eng miteinander verbunden.
Durch gezielte Injektionen in Haut, Muskulatur, Narben oder andere betroffene Bereiche können funktionelle Reizzustände beeinflusst und Regulationsprozesse unterstützt werden.
Die Behandlung richtet sich nicht allein auf das Symptom, sondern berücksichtigt mögliche Zusammenhänge, die an anderer Stelle des Körpers liegen können.
Ein wichtiger Bestandteil der Neuraltherapie ist die Behandlung sogenannter Störfelder.
Dabei handelt es sich beispielsweise um Narben, chronische Entzündungsbereiche oder alte Verletzungen, die den Organismus dauerhaft belasten können. Durch gezielte Injektionen können solche Bereiche behandelt und funktionelle Belastungen reduziert werden.
Die Segmenttherapie nutzt die Verbindungen zwischen Haut, Muskulatur, inneren Organen und dem Nervensystem. Bestimmte Haut- und Gewebeareale stehen dabei in enger Beziehung zu bestimmten Körperregionen und Organfunktionen.
Neuraltherapie kann sinnvoll sein bei:
chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen
Rücken-, Nacken- und Gelenkbeschwerden
Kopfschmerzen und Migräne
Muskelverspannungen und myofaszialen Beschwerden
Narben und funktionellen Störfeldreaktionen
funktionellen Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs
gynäkologischen Beschwerden
funktionellen Beschwerden des vegetativen Nervensystems
Zu Beginn stehen eine ausführliche Anamnese und die Untersuchung möglicher funktioneller Zusammenhänge.
Die Injektionen werden gezielt und befundorientiert gesetzt. Je nach Situation erfolgt die Behandlung in die Haut, Muskulatur, Narbenbereiche oder andere therapeutisch relevante Strukturen.
Die Behandlung wird fortlaufend an die Reaktion des Körpers und den weiteren Verlauf angepasst und bei Bedarf mit anderen Verfahren kombiniert.
Ich wende die Neuraltherapie auf Basis einer fundierten, mehrjährig strukturierten Ausbildung an.
Dazu gehören intensive Aus- und Fortbildungen bei anerkannten Fachgesellschaften, vertiefte Schulungen in anatomisch und neurophysiologisch orientierten Injektionstechniken sowie mehr als 30 Jahre praktische Erfahrung.
Diese Erfahrung fließt heute in jede Untersuchung, jede Injektion und jede therapeutische Entscheidung mit ein.
Neuraltherapie lässt sich sinnvoll mit anderen Verfahren kombinieren, insbesondere mit:
Chiropraktik
Osteopathischen Techniken
Stoßwellentherapie
So entsteht ein individuelles Behandlungskonzept, das nicht nur einzelne Symptome betrachtet, sondern funktionelle Zusammenhänge berücksichtigt und gezielt in die Therapie einbezieht.