Die Stoßwellentherapie ist eine moderne, nicht-invasive Behandlungsmethode, die ursprünglich aus der Medizin zur Zertrümmerung von Nierensteinen stammt. Heute wird sie mit großem Erfolg in der orthopädischen und schmerztherapeutischen Praxis eingesetzt, um chronische Beschwerden des Bewegungsapparates gezielt zu behandeln.
Die Therapie arbeitet mit hochenergetischen Druckwellen, die von einem speziellen Applikator auf die schmerzhaften Körperregionen übertragen werden. Diese Schallimpulse breiten sich im Gewebe aus und lösen dort biologische Reparaturprozesse aus:
Verbesserte Durchblutung: Die Gefäße im behandelten Areal erweitern sich, wodurch die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verbessert wird.
Zellregeneration: Fibroblasten, Stammzellen und körpereigene Reparaturmechanismen werden aktiviert.
Abbau von Kalk- und Fibrinablagerungen: Stoßwellen können Mikroverkalkungen in Sehnen und Muskeln auflösen.
Schmerzreduktion: Durch Hemmung von Schmerzrezeptoren (Substanz P) und Anregung der Endorphinfreisetzung kommt es zu einer natürlichen Schmerzlinderung.
Lockerung von Muskelverhärtungen: Stoßwellen wirken tief in das Gewebe und lösen myofasziale Triggerpunkte.
Die Stoßwellentherapie nutzt also die Fähigkeit des Körpers, auf gezielte Reize mit Heilung zu reagieren. Sie greift dabei nicht symptomatisch ein, sondern setzt am Ursprung des Problems an.
Die Stoßwellentherapie eignet sich besonders bei chronischen oder therapieresistenten Schmerzen im Muskel- und Sehnenbereich. Typische Anwendungsgebiete sind:
Fersensporn / Plantarfasziitis
– Entzündung oder Reizung der Sehnenplatte unter der Fußsohle.
Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
– Schmerzen oder Verdickungen der Sehne durch Überlastung.
Tennis- und Golferellenbogen (Epikondylitis)
– Reizungen der Sehnenansätze am Ellenbogen durch wiederholte Belastung.
Schulterschmerzen / Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
– Verkalkungen oder Reizzustände der Rotatorenmanschette.
Trochanter-Schmerzsyndrom (seitliche Hüftschmerzen)
– Entzündung oder Reizung im Bereich des Sehnenansatzes.
Patellaspitzensyndrom („Jumper’s Knee“) / Läuferknie
– Überlastungsbeschwerden an der Kniesehne.
Triggerpunkte und Muskelverhärtungen
– Lokale Schmerzpunkte mit Ausstrahlung in andere Regionen.
Chronische Sehnenreizungen
– z. B. an Schulter, Knie, Hüfte oder Fuß.
Darüber hinaus kann die Stoßwellentherapie auch unterstützend in der Regeneration nach Verletzungen oder Operationen eingesetzt werden, um die Heilung zu beschleunigen und Narbengewebe zu lockern.
Nach einem ausführlichen Vorgespräch und einer gezielten Untersuchung wird das betroffene Areal lokalisiert und markiert.
Mit einem speziellen Handstück werden dann kurze, pulsierende Druckwellen auf die schmerzende Region übertragen. Eine Behandlung dauert in der Regel zwischen 5 und 15
Minuten.
Je nach Schweregrad und Dauer der Beschwerden werden meist 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von etwa 3-6 Tagen durchgeführt.
Viele Patienten berichten bereits nach der ersten oder zweiten Anwendung über eine spürbare Linderung der Schmerzen und eine verbesserte
Beweglichkeit.
Die Behandlung ist nahezu nebenwirkungsfrei. Es kann gelegentlich zu einer leichten Hautrötung oder kurzzeitigen Druckempfindlichkeit kommen – ein Zeichen, dass der Körper mit der Regeneration begonnen hat.
Die Stoßwellentherapie ist eine der wenigen Methoden, die aktiv die Heilungsprozesse des Körpers stimuliert, anstatt sie nur zu
unterstützen.
Die Stoßwelle zielt auf den Ursprung der Erkrankung.
Deine Vorteile auf einen Blick:
Aktivierung der körpereigenen Regeneration
Verbesserte Durchblutung und Stoffwechselaktivierung
Reduktion von Schmerzen und Entzündungen
Lösung von chronischen Verspannungen und Verklebungen
Verkürzung der Genesungszeit
Keine Medikamente oder operative Eingriffe notwendig
Sehr gute Verträglichkeit und wissenschaftlich belegte Wirksamkeit
Diese Therapie ist besonders sinnvoll, wenn andere konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder wenn du als Patientin oder Patient eine natürliche, ursachenorientierte Behandlung bevorzugst.
Oft kann diese Behandlung auch mit Chiropraktik oder Neuraltherapie kombiniert werden
Das Ziel der Stoßwellentherapie ist, den Körper in seine natürliche Selbstregulation zurückzuführen – Blockaden zu lösen, Durchblutung zu fördern
und Schmerzprozesse zu unterbrechen.
Sie kann sowohl akute als auch chronische Beschwerden deutlich lindern und bildet oft den entscheidenden Wendepunkt im Heilungsverlauf.